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Neues
aus dem
Verein

Bildungsreise nach Brüssel

huebner | 05. März 2020

An einem kalten Dienstagmorgen im Februar klingelt um 5:10 Uhr der Wecker, zumindest meiner. 6:30 Uhr Treffen und Abfahrt am Bootshaus mit Elke, André, Dieter, Dirk, Peter, Wolfgang, Horst, Klaus und mir, Helmut. Nach einer angenehmen Fahrt mit zwei hervorragenden Fahrern sind wir an unserem Ziel Brüssel angekommen. Die Hauptstadt von Brüssel empfing uns bei schönem, wenn auch kaltem Wetter. Empfangen wurden wir nicht nur durch eine beeindruckende Stadt, empfangen wurden wir auch von unserer Kanutin Nina. Nina lebt jetzt mit ihrer Familie in Brüssel und arbeitet hier in der Europäischen Kommission. Sie hat sich die Zeit genommen, uns das Europaparlament sowie die Stadt zu zeigen. Nach der herzlichen Begrüßung fuhr sie unsere Fahrzeuge in eine für uns nicht zugängliche Tiefgarage. Mit unseren Koffern bewaffnet machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg zu unserer nächtlichen Ruhestätte, ein kleines gemütliches Hotel Namens „Sabina“ mit ganz eigenem Flair. Nach Bezug der Zimmer, Test der Matratzen und kurzer Frischmachpause ging es schon wieder auf die Straße. Unser erstes Ziel: Das Europaparlament. Das Check-in Verfahren wesentlich aufwändiger wie ich es vom Flughafen kenne, aber Sicherheit geht vor.  Es ging hinauf in die 14. Etage. Dort trafen wir den Europaabgeordneten Dennis Radtke (*1), der uns die Arbeit am gemeinsamen Europa ein wenig näher brachte. Danach erkundeten wir den beeindruckenden Gebäudekomplex, von der modernen Architektur und Kunst, bis zur antiquarischen Briefkastenanlage der Politiker. Nach so vielen interessanten Eindrücken kam der kleine Hunger durch, der uns zum berühmten „Maison Antoine“ führte. An den Enden zweier Schlangen aufgeteilt, befanden wir uns im Wettbewerb, welche Reihe zuerst eine Tüte „Pommes“ in Händen hält. Die Wartezeit lohnte sich. Am Abend geleitete uns Nina in die Altstadt. Einen Tipp ihres Mannes folgend, besuchten wir nach einem ausgiebigen Fußmarsch ein einheimisches Restaurant. Nachdem Nina versuchte uns die französische Speisekarte zu erläutern, mit Gerichten, die ihr selbst fremd waren, gab es viele Überraschungsmenus, aber alle sehr lecker. Dazu gezapftes Bier, mündeten wir in einen gemütlichen Abend. 

Das Nachtleben führte uns in ein altes Kellergewölbe, frei von Touris (wenn man uns vernachlässigt) und gefüllt mit Menschen jeden Alters, Nationalität und persönlicher Freiheit. Hier darf jeder so sein wie er ist, ein Vorzug einer toleranten Großstadt. Beeindruckendes Gesamtbild und nicht zu vergessen rund 20 Sorten Bier vom Fass. Um 24 Uhr stimmten wir schließlich in ein Geburtstagsständchen für die einzige Frau in der unserer Mitte ein und der ganze Saal stimmt mit ein. Elke ließ es sich darauf nicht nehmen, uns ein Gläschen zu kredenzen. Nochmals besten Dank. Der Abend (Nacht) neigte sich dem Ende und wir stellten auf der Straße fest: Viele Wege führen nach Rom. Es waren ein paar Kilometer, ich glaube, so um 2 Uhr waren wir wieder alle im Hotel. Gute Nacht.
Frühstück in Belgien: Kaffee, Croissant und Marmelade, dazu ein sehenswerter, fast musealer Frühstücksraum. Wieder mit Kofferparade durch die Stadt zu unseren Fahrzeugen. Chauffeurin Nina holte die Autos und brachte sie in Startposition und wir mussten uns verabschieden. Noch einmal besten Dank an Nina. Wer einmal in Brüssel ist… auf ging es zum Atomium. Im neuen Glanze (frisch restauriert) erwartete uns das 102 m hohe Bauwerk, das 1958 zur Expo errichtet wurde. Die einen besichtigten es von innen, die übrigen von außen, schließlich gab es wieder schönstes Wetter. Nach einer guten Heimreise stellten wir am Bootshaus fest: Eine rundum gelungene Reise.

*1: https://www.dennis-radtke.eu/ueber-mich/vita/