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Saisonrückblick 2019/2020: C-Jugend

Simon Gerdts | 20. April 2020

Zwei Spiele vor dem regulären Saisonende wurde auch die Oberligasaison der C-Jugend abgebrochen und für beendet erklärt. Punktgleich mit dem Wuppertaler SV, aber dank des besseren direkten Vergleichs belegen wir am Ende einen guten vierten Platz. 

Gegen die zwei Gegner aus Straelen (herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft) und Mettmann gab es für uns nichts zu holen, die körperliche Unterlegenheit war zu groß. 

Gegen alle anderen verkauften wir uns teuer, vor allem die beiden Spiele gegen die Zweitvertretung des BHC waren hochklassige Jugend-Oberligaspiele und Werbung für unseren Sport. Das Hinspiel in Solingen war wohl das beste Saisonspiel. In der Defensive erstmals mit dem Ansatz eines wirklichen Deckungsverbands, in der Offensive mit einem schnellen, variablen Angriffsspiel und zusätzlich immer wieder über den Kreis erfolgreich landeten wir die ersten „Big-points“. Auf meinem Notizzettel dieses Spiels steht groß und deutlich „Was für ein geniales Spiel“, in der Endphase notiert und als Spielbericht damals völlig ausreichend. Mit diesem Erfolg starteten wir eine Serie von acht Spielen ohne Niederlage, davon sieben doppelte Punktgewinne. Mit einem Mal standen wir in der obersten Tabellenspitze, mit allen Möglichkeiten, so schien es. Doch dann kamen die angesprochenen Spiele gegen Mettmann und Straelen und das Tabellenbild relativierte sich wieder. 

Was bleibt an Eindrücken? Die Mannschaft hat einen enormen Schritt nach vorne gemacht, vor allem im Angriff. Flexible Lösungen, variable Spielansätze kamen auf der taktischen Seite dazu, auf der technischen finden wir eine deutliche Steigerung im Eins-gegen-Eins. Unser Spiel ist schneller geworden, im Abschluss wurden wir variabler, von allen Positionen waren wir erfolgreich. 

Die Defensive bleibt die größte Baustelle, auch hier gab es Fortschritte, doch da benötigen die Jugendlichen noch Zeit. 

Positiv erwähnt werden muss der Kampfgeist und Wille der Mannschaft, enge Spiele konnten wir am Ende meistens für uns entscheiden, das ist keine Selbstverständlichkeit. 

Ich habe im Handball viel erlebt, aber selten eine Saison gespielt, die so viel Spaß gemacht hat. Das liegt zu großen Teilen an den Jungs, die begeistert, lernwillig, mit viel Einsatz und Spaß dabei sind. Die auch ungewöhnlichen Einheiten angenommen haben (ich denke da an die Kuk Sool Won Einheit, welches eine koreanische Kampfkunst ist und dankenswerterweise von einem erfahrenen Vater angeleitet wurde). 

Das liegt auch an dem neuformierten Trainerteam. Die Unterstützung der Neueinsteiger war klasse, das Team ist engagiert und verlässlich. 

So darf es weitergehen. Die Jugendlichen arbeiten trotz der jetzt schon mehrwöchigen Pause zuverlässig an ihrer Fitness und Technik, das Trainerteam stellt derzeit die Weichen und plant, soweit möglich, die Saison. Wann es wieder losgeht, wissen wir auch nicht. Aber wenn es wieder losgeht, können wir gleich mit Vollgas starten. 

So fasste Cheftrainer Christoph Müller den Saisonverlauf zusammen.