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Senioren-DM in Baunatal

Ina Cordes | 15. September 2021

Am vergangenen Wochenende richtete der DLV im hessischen Baunatal die Deutschen Meisterschaften der Senioren 2021 aus. Nachdem die letztjährigen Titelkämpfe aufgrund der Coronapandemie ausfallen mussten, standen auch in diesem Jahr die Meisterschaften ganz im Zeichen des Virus. Mit einem sehr strengen „Durchführungs- und Hygienekonzept“ hatte der DLV alles unternommen, um möglichst jegliche Ansteckungsgefahren zu vermeiden. So waren beispielsweise keine Zuschauer zugelassen. Nochmals verschärfte Qualifikationsregeln sollten gewährleisten, dass die Teilnehmerfelder möglichst klein bleiben. Vor diesem Hintergrund hatten sich die Stabhochspringer/innen der Familie Ritte in diesem Jahr auf ihre Spezialdisziplin konzentriert. Für Wolfgang Ritte (M65) hatten diese Meisterschaften eine ganz besondere Bedeutung. Vor genau 50 Jahren konnte der 68-jährige Oldie bei den Deutschen Jugend Meisterschaften seine ersten nationalen Titel erringen. Der deutsche Jugendmeister im Stabhochsprung von 1971 wollte natürlich auch in Baunatal ganz oben auf dem Treppchen stehen und damit seinen 99sten! Deutschen Meistertitel erringen. Mit 3,50 m setzte er sich dann auch ganz überlegen vor Eberhard Löbel aus Jena (3,00 m) durch. Goldmedaillen konnten im Stabhochsprung auch Ehefrau Ute Ritte und Tochter Christina Ritte in ihren Altersklassen (W65 und W35) erringen. Während Ute mit 2,30 m ihre Jahresbestleistung von 2,31 m nur knapp verfehlte, blieb Christina mit 3,00 m etwas unter ihren Möglichkeiten. Trotzdem war Christina mit ihrer erzielten Höhe ganz zufrieden, zumal ihr aus beruflichen Gründen seit Monaten nur sehr wenig Zeit zum Training blieb. Ein weiterer fest eingeplanter Titel im Stabhochsprung der Altersklasse M40 stand jedoch auf der Kippe. Thomas Ritte, der wenige Wochen zuvor bereits mit 4,51 eine Weltjahresbestleistung für seine Altersklasse aufstellte, hatte sich beim Einspringen eine leichte Beugerzerrung zugezogen und konnte nur mit „angezogener Handbremse“ springen. Trotzdem gelang es ihm, seine Anfangshöhe von 4,20 m im zweiten Versuch zu überqueren und damit den vierten Deutschen Meistertitel bei dieser Veranstaltung für die Familie zu sichern. Hinter dem Zweitplatzierten Peter Niemann aus Kitzsche/Sachsen konnte mit Timo Ritte als Drittplatzierter mit 3,30 m ein weiteres Familienmitglied einen Platz auf dem Treppchen ergattern. Titel Nummer fünf für den SC Bayer ging an Wolfgang Hirt im Hochsprung der Altersklasse M75, der sich von 1,28 m auf 1,37 m steigerte und damit ebenfalls seinen Wettbewerb souverän gewann.

Ergebnisse