1

Neues
aus dem
Verein

Trainingslager Lanzarote – Trotz Corona eine Vorbereitung im Warmen

huebner | 14. Juni 2021

Auslandsreisen in Zeiten von Corona? Nicht vollkommen unmöglich, zumindest wenn man nicht auf den normalen Touristenurlaub aus ist. Einen PCR-Test, mehrere digitale Einreiseformulare und einen Gesundheitscheck später sind wir, Katharina Krüger und Jan Königs, am 28.03. auf Lanzarote gelandet. Die ersten Hürden waren geschafft, zwei Wochen Trainingslager lagen vor uns.

Untergebracht waren wir im Sands Beach Resort, wobei das Hotel selbst nur auf Minimalbetrieb lief und nur Selbstverpflegerapartments buchbar waren. Mit dem 25m Pool direkt vor unserer Unterbringung ging es mit der ersten Schwimmeinheit seit einer gefühlten Ewigkeit los. Es folgten zwei umfangreiche 20 – 25 Std. Wochen mit vielen Rad- und Laufkilometern und auch den ersten Metern im Wasser.

In der ersten Woche hat es mich leider für zwei Tage mit einer kleinen Erkältung niedergestreckt, das andere Klima und der Reisestress über Nacht war der Körper offensichtlich nicht mehr gewöhnt. Kati habe ich unglücklicherweise angesteckt, aber wir haben uns beide schnell erholt und haben kaum Zeit verloren.

Trainiert wurden in Summe ca. 800 km auf dem Rad, ca. 80 km Laufen und etwa 30 km im Wasser. Ein Highlight war sicherlich das Abfahren der Ironman Lanzarote Strecke und den Anstieg hoch nach Tabayesco einmal all out zu fahren (für die Datenfreaks: knapp 600 HM in 32:30 Min mit 275 w im Schnitt). Im Fokus stand das Legen der Grundlage für die hoffentlich irgendwann kommende Saison, erste Koppelläufe und vor allem für mich das Wiederfinden der Schwimmform. Kati war mir da deutlich voraus, sie konnte aufgrund ihres Profistatus bereits schwimmen.

Abseits vom Training haben wir es uns aber auch so einfach mal gut gehen lassen, das Meer, die südliche Luft und das Klima waren in der ganzen Corona-Zeit eine willkommene Abwechslung. Erst vor Ort hat man gemerkt, wie sehr man das Rauschen der Wellen doch vermisst hat. Es herrschte zwar eine deutlich strengere Maskenpflicht als hier, trotzdem war die Inzidenz dort auch schon Anfang April mit knapp 40 sehr niedrig, weshalb die Restaurants und Bars auf hatten. Nach der langen Durststecke in Deutschland können wir uns beide nicht davon freimachen, dass nach einem harten Trainingstag dann auch mal ein Burger und ein kaltes Bier oder ein Cocktail drin waren.

Insgesamt war das Trainingslager eine wirklich runde Nummer. Mir hat der zweiwöchige Aufenthalt nicht nur in meiner sportlichen Leistungsfähigkeit geholfen, sondern auch für den Kopf enorm gut getan. Zwei Wochen ohne das Daily Corona Update waren wie Balsam für die Seele. Vor der Rückreise wurden wir erneut im Hotel getestet, die Einreiseformulare wurden ausgefüllt und dann ging es auch schon zurück ins kalte und nasse Deutschland.