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Neues
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Verein

Wanderfahrt auf der Bröl

huebner | 19. Januar 2022

Es hat schon eine gewisse Berechtigung, sich die Frage zu stellen, ob man bei Temperaturen unter fünf Grad wirklich paddeln muss. Aber Kleinflüsse in unseren Mittelgebirgen haben nun einmal nur nach starken Regenfällen genügend Wasser und dies ist bevorzugt im Winter der Fall. Deshalb haben wir in dieser Saison einer alten Tradition folgend einige Kleinflussfahrten in das Programm aufgenommen. Ursprünglich stand die Wenne auf dem Plan. Dieser Plan wurde einvernehmlich abgewandelt, um die Anfahrt etwas zu verkürzen. Außerdem hatte die Bröl einen guten Wasserstand und dies kommt auf diesem Fluss nicht so oft vor und dann auch nur für kurze Zeit. Die Bröl ist in unserer Region übrigens einer der wenigen naturbelassenen Kleinflüsse und das einzige Wehr ist durch einen Fischpass leicht zu umfahren.

Vor dem Einsetzen wurde die Strecke von der Straße aus besichtigt und das ein oder andere Baumhindernis im Wasser ausgemacht. Ein Pegelstand von etwa 90 Zentimeter versprach eine spritzige Fahrt. Schon kurz nach dem Einsetzen in Broeleck gab es die erste Unterbrechung durch einen umgestürzten Baum, der aber leicht zu umtragen war. Es sollten noch einige folgen. Dazwischen lagen immer wieder spritzige Passagen im Bereich von WW II. Das Bröltal ist wildromantisch und teilweise schluchtartig ausgeprägt, so dass wir die Fahrt sehr genossen. Selbst die Straße, die den Fluss auf weite Strecken begleitet, störte mit ihrem geringen Verkehr kaum. Auf den letzten Kilometern nahm der Fluss noch einmal richtig Fahrt auf, so dass wir nach gut zwei Stunden das Auto in Allner erreichten. Eigentlich schade, aber die niedrige Temperatur und einsetzender Nieselregen versüßten uns das Ende der Fahrt. Am Bootshaus waren wir uns einig, dass sich die Anfahrt gelohnt hat und wir wieder kommen werden. Übrigens, die Fahrt auf der Wenne haben wir zwischenzeitlich nachgeholt…

Wolfgang Henze